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...(fast) alles was an Systemen mal hier war oder sogar bleiben durfte als Rangliste

 

 

Ich benutze fast nur noch Moving Iron Systeme aus der Feder des legendären Peter Pritchard (ADC und Sonus). Zeitrichtige Wiedergabe und somit gute Raumabbildung mit entsprechender phasengenauer Tiefbasswiedergabe gelingt nur mit ihnen.

Als Musikmaterial wird überwiegend Soul und Funk und andere schwarze Musik gehört. Im Soul begann die Entwicklung hochwertiger Master schon in den 50ern. Es ist ausser Klassik eine der höchstwertig produzierten Musikarten.

"...die Aufgabe eines Verstärkers ist ja nicht grundsätzlich nur das "verstärken", sondern das antreiben einer wie auch immer gearteten komplexen Last. Das wiederum sorgt für eine Vielzahl von ebensolchen Wechselwirkungen zwischen Last und Verstärker, die sich natürlich klanglich auswirken.

Minimiert man die Zahl dieser Wechselwirkungen, nähert man sich seinem Ziel, einer originalgetreuen Wiedergabe."

Das bezieht sich grundsätzlich auf ALLE Verstärkerstufen. Ausser bei Endstufen ist das besonders noch bei MM und MC Vorverstärkern zu erleben.

In diesem Fall reagiert das System als Spannungsquelle extrem auf die unterschiedlichen Verstärkerstufen als Last ! Bei MC Vorverstärkern und Übertragern wird eigentlich immer eine komplette "Fehlanpassung" produziert, indem man das viel zu niederohmige MC System als Spannungsquelle in den Verstärker einspeisen lässt. Die rückwirkungsmässig für das System als Quelle viel günstigere Stromquellen Beschaltung für die niederohmigen Spulen gibt es meinens Wissens nur bei einigen wenigen Exoten, wie Aqvox oder Hiraga mit entsprechenden klanglich hervorragenden Ergebnis.

Eine gewisse Fehlanpassung ist bei MMs und MIs genau so gegeben. Der fixe Strom durch den Lastwiderstand 47kOhm lässt daran eine entprechende Spannung anstehen. Von dieser Spannung wird der Eingangstransistor bedient. In normalen Schaltungen fliesst dazu ein Strom durch den bipolaren Transistor. Dieser arbeitet aber phasenverschoben, also nicht zeitgleich zu dem Stom durch den 47K Widerstand !
Das ergibt Interaktionen die man als klangliche Verschlechterung hören kann. Wird statt dessen eine rein spannungsgesteuerte Stufe, wie auch beim AIKIDO verwendet, gibt es auch keinen Strom der zusätzlich aus dem System phasenverschoben zu dem 47K Strom entnommen werden muss.

Das allein würde aber nicht das klangliche Ergebnis des AIKIDO beschreiben. Da er ohne Gegenkopplung (bei 35dB Verstärkung !) auskommt gibt es auch hier keine zeitverschiebende Interaktion mit dem Eingangssignal. Das einzige Zeitglied bleibt das passive RIAA Filter. Deshalb kommt am Ausgang des AIKIDO auch eine exakt und NUR nach diesen Filter zeitlich korrekt entzerrtes Signal zum Vorschein. Hört sich einfach an, ist aber eben äusserst tricky zu realisieren weil eine Schaltung ohne Gegenkopplung, normalerweise recht stark klirrt.

         

Hier eine schöne private Website von ZevAudio, David hat sich messtechnisch sehr umfangreich mit diversen alten Systemen und deren elektrisch optimalen Anpassung beschäftigt. Unter anderen fühlt er auch den Jico SAS Nachbauten auf alten Shure's auf den Zahn !

Zev Audio
         
       

 

 

Wertung in Schulnoten 1-6

         

AKG P4 = 3+ > Ein Wolf im Schafspelz ! Dieses unscheinbare System hat eine Basswiedergabe die erst ein Goldring 2500 in die Schranken weist. Tolle Dynamik, extrem sauber und klar. In den Mitten etwas zurückhaltend, sehr angenehm zu hören. Schöne saubere Hochtonwiedergabe. Reagiert kritisch auf VTA Änderungen, wenns stimmt spielt es auch völlig FIM frei. An der Räumlichkeit und in der Abbildung gibts nichts zu kriteln. Ein echter Überflieger.

AT95E = 6 > Auf den ersten Hören gar nicht übel denkt man. Aber dann wird es beim zweiten Lied schnell schrill und stark nervig. Kein Raum, keine Bühne. Ein System zur "1Lied Verkaufsvorführung" an einen der keine Ahnung hat. Oder den "Full Metal" Hörer.
        Eine ganze Plattenseite kann man sich damit nur unter Androhung von Gewalt antun.

AT 440MLa = 3 > Sehr neutral klingend, etwas undynamisch, aber sehr schöne Auflösung und Musikalität. Im Bass nichts besonderes. Daher auch eher was für den Klassikfreund.


 AT20SLa/SS20 = 2+ > Extrem muskalisch, sehr tiefgehend dabei sehr sauber mit wunderschönen musikalischen Fluss, Nie nervig und dennoch eine extrem gute Auflösung. Hervorragendes Allroundsystem. Spielt aufgrund der extrem hohen Nadelnachgiebigkeit etwas weicher als ein AT7V. Mittelton und Raumwiedergabe nicht ganz auf dem Niveau der Pritchardsysteme.



AT ML 150 OCC = 2 > Sehr neutral und natürlich aufspielendes System. Hervorragende Dynamik und Musikalität. Sehr fein auflösend ohne zu nerven. Im Bass wie bei fast allen ATs etwas zu mager. Dafür aber ungemein sauber mit viel Druck.


AT 7 V= 2+ > Dieses System verblüfft AT untypisch wie das AT20Sla, mit richtig guter Tiefbasswiedergabe. Deshalb kann es zu dem vorzüglichen Hochton, auch eine sehr gute Raumabbildung generieren. Es klingt sehr homogen und stellt auch allerfeinste Details und Strukturen, mit einer Souveränit dar die beeindruckend ist. Wunderbar der Raum zwischen den Instrumenten, das kann so nur ein MM/MI System. Die Dynamik ist bei einen so harten System natürlich eher gegeben als bei dem extrem nachgiebigen AT20Sla. Es spielt daher sehr druckvoll und sauber. Sicher mit das beste MM was es ausser einem ML180, bei AT gegeben hat. Ideal aber nur an schweren Armen Gewicht > 25gr. Für den aktuellen Strassenpreis gibts in der Gewichtsklasse nichts besseres....

ADC 1-3 = 3 > Das erste  System von Peter Pritchard zeigt schon in welche Richtung es geht. Der Klang eindeutig schon Pritchard spezifisch mit guter Raumwiedergabe und schönen Klangfarben. Einzige Einschränkung ist die noch durch die relativ grosse bewegte Masse zu geringe Auflösung. Alles in allem ein guter Allrounder. Das Gehäuse ist ein sehr leichter, mit Blech umkleideter Kunststoffkorpus der schnell resoniert. Für dieses System war der ADC40 Holzarm gemacht mit dann entsprechend sehr guter Dämpfung des Korpus. An anderen Armen kann es leicht zu Resonanzen kommen. 2 und 3 waren mit gröberen Nadeln und niedrigerer cu ausgestattet. Auch dieses "downgrading" wurde zu Pritchards Prinzip und gehörte zu seiner bis zum Schluss verfolgen Philosophie.

ADC .4 (point four) = 2 > Das System war das erste Moving Iron System der Welt. Der Name sollte das auch herausstellen. Nach den ADC 1-3 war das ADC 4 eben ganz anders und wurde mit einen Punkt davor gekennzeichnet. Klanglich wurde hiermit auch der Grundstein für alle zukünftigen Pritchardsysteme gelegt. Ausgewogen und farbstark mit sehr guter Raumauflösung und grollenden Tiefbass. Das hat sich als Pritchards Markenzeichen etabliert. Nur die mögliche Auflösung hat sich mit immer weiter abnehmender bewegter Masse und immer schärferen Schliffen entsprechend weiter entwickelt.

ADC 10E MK(x) = 1 > Das System war der Nachfolger des ADC.4, mit einer cu von 35/10Hz war es damals Rekordhalter in Sachen Nadel Nachgiebigkeit. Das System legte mit seinen überragenden Klang die Basis aller nachfolgenden Pritchard Systeme. Ich glaube er war selbst überrascht wie gut dieses System mit der Idee des masselosen Magneten "induced Magnet" klingt. Eine extreme Basspräzision an den Tag legend ist es in allen Disziplinen ein absolutes Topmodell. Die Räumlichkeit ist verblüffend. Alles wirkt regelrecht "live" aufgeführt. Die Bühne ist in der Breite und Tiefe extrem gut aufgelöst. Der Grundstein vieler "Nachahmer" Systeme eben.

ADC 25,26,27 = -*) > Mit der zweiten Generation des ADC 10E, hat Peter Pritchard in den 60er Jahren bereits das perfekte System geschaffen. Die Raumwiedergabe verbindet die holografische Genauigkeit eines Grace F9, mit der Tiefe eines Dimension 5. Der Bass ist tief grollend und höchst präzise. Die Hochtonauflösung sehr fein und nuanciert, die Mitteltonpräsenz so gut das man sich erschrocken umdreht wenn der/die Sänger/in loslegt, ob man nicht allein im Zimmer ist. Das ADC 25 ist ein 3er Komplettset mit verschieden Nadelschliffen. Bewertet wurde hier nur die scharfe elliptische Version, die beim 26, dem Standalone des 25, und der etwas härteren Nadel des 27, identisch sind. Leichte Arme sind Pflicht. Geht so gerade noch mit cu50 an den AR Armen von Dual, für die das 27er ideal ist mit cu40. Achtung 15° System, der VTA und die AK ist äusserst kritisch bei diesen State of The Art System. *) Es läuft in dieser Liste außer Konkurrenz, daher ohne Wertung.

ADC 2xxE/3xxE/5xxE/7xxE/9xxE = 1- > Basierend auf dem ADC 25 sind hier robustere Nadeln als "downgrade"  eingesetzt worden. Sie sind kürzer und härter, von cu10 wie beim 550XE bis cu25 beim 220XE, aufgehängt. Dadurch ist das System auch an einem L75 einsetzbar, wo es auch eine Zeitlang ab Werk montiert war. Die Rundnadeln zu diesen Generator liegen alle qualimässig mindestens auf dem Niveau der K-und QLM Modelle.

ADC QLM 30MK(x)= 2- > ein völlig unterschätztes System mit einer schier unfassbar guten Auflösung und tiefen wuchtigen Bässen und schönen Höhen. Wesentlich homogener und höher auflösend als sein ewiger Konkurent Shure M75. Es hat die, für ein System aus der Feder von Peter Pritchard typische, überragende Räumlichkeit. Was hier mit der sphärischen Nadel noch besser als mit einem scharfen Schliff rüberkommt. Es hat diese seltene Eigenschaft den Raum zwischen den Instrumenten wiedergeben zu können. Der VTA muss dabei aber penibel stimmen. Dann entwickelt es dazu auch noch eine explosive Dynamik. Hier kann man erleben warum Peter Pritchard gebondete Diamanten vorzog. Auch die extrem kleine kugelförmige Auflage einer runden Nadel zeigt hier was damit physikalisch machbar ist. Das einzige Rundnadelsystem das es jemals bis in den "2"er Bereich geschafft hat, aber das hat es sich mit einem tollen Gesamteindruck, einfach verdient. Geht umso besser je schwerer der Arm. Ab ca.14gr Tonarmgewicht mit Abstrichen einsatzfähig. Vergesst SPUs, DL103 oder gar ein Koetsu, dieses ist mit Abstand das beste Rundnadelsystem das jemals gebaut wurde ! Wenn man in einem echten Blindtest einen gefakten Preis von 2999€ nennen würde wenn es läuft, würden alle nur zustimmend mit dem Kopf nicken, keine Frage ! ADC gegen Koetsu !


ADC K8 = Baugleich mit dem QLM 30.

ADC QLM31-34 (MKI-III) = 4 > Die kleinen elliptischen Nadeln sind leider kein Highlight in der Systemwelt von Peter Pritchard. Wie bei allen anderen, kommt es hier sehr auf den VTA an. Mit seinen 15° spielt es an modernen Armen recht dunkel und leblos. Wenn man es korrekt montiert (idealerweise an Wechslerarmen) ist es eine ordentliche Vorstellung.

ADC QLM36 (MKI-III) = 3+ > Dieses System erinnert schon stark an das XLM im Klang. Mit grossen Abstand zu den kleineren QLM. Es hat einen auf saphir gebondeten Diamaten, auch "Diasa" genannt.

ADC VLM (MKI-III) = 2 > Im Prinzip ein XLM für mittelschwere Arme. Genauso klingt es auch. Nur im direkten Vergleich herauszuhören. Einen Hauch weniger Auflösung als der legendäre grosse Bruder.

ADC XLM (MKI-III) = 2+ > Ein Ausbund an Musikalität und Klangfarben. Sehr dynamisch. Im Bass schön tief aber auch nicht sehr präzise. In der Räumlichen Darstellung fast unerreicht. Dagegen klingt fast alles andere nach "Links"-Mitte-Rechts". Auflösung nicht ganz so hoch. Top Allroundsystem. Mehr brauchts nicht für jede Musikrichtung.

       

ADC XLM MKIV "Selected" = -*) Dieses System wurde nur auf Wunsch privat von P.P. nach 1985 in seinem Ruhestand angefertigt. Dazu verwendete er selektierte XLM Bodys aus seinem Fundus. Die Nadel wurde mit dem nackten Pathemax Diamanten seiner Sonus Systeme versehen. Es war nie offiziell zu kaufen und wurde nur an ausgesuchte Sammler abgegeben. Klanglich verbindet es die herausragende Räumlichkeit der XLM mit der fantastischen Auflösung eines Sonus und setzt damit einen wunderbaren Schlusspunkt seines Schaffens, den das XLM in seiner offiziellen Bauzeit leider nie erfahren hat. Wie das ADC 25 absolut konkurrenzlos und damit ohne Wertung in dieser Liste.

ADC ZLM = 1- > Im Mittenbereich extrem hohe Auflösung. Dort ist das System mit dem "aliptischen Schliff" das beste was man je gebaut hat. In der Räumlichkeit wird das XLM noch getoppt. Klingt bei guten Opernaufnahmen beänstigend 3-Dimensional "livehaftig". Dabei nicht ganz so lautmalerisch wie das XLM. Neutraler klingend mit sauberen gut konturierten aber auch nicht sehr tiefreichenden Bässen. Trotzdem ein absolutes Weltklassesystem. Für Klassik gibt es kein besseres !

Acutex 312III/315III/320III STR = 1- > Eines der wirklichen echten Top MM Systeme. Das Acutex spielt wunderbar dynamisch. Auflösung ist sehr gut. Es spielt sehr homogen. Auch die Raumabbildung ist gut, reicht aber nicht an die Pritchard Syteme heran. Es hat einen sehr erdigen und bodenständigen Klang. Neutral klingt nach langweilig, das ist es bestimmt nicht. Auch der Bass reicht tief und ist recht sauber. Aber auch da nicht ganz auf dem Niveau von Grace F9E oder Dimension 5.

Acutex 412/415/420 STR = 2+ > Das Nachfolgesystem des 320er ist was für Auflösungsfetischisten. Auch spielt es extrem laut (6dB mehr als das 320!) und dynamisch. Es liefert eine bezaubernde "Aura" um die Instrumente herum. Leider bleibt die Tiefendarstellung dabei auf der Strecke. Die Räumlichkeit ist sogar noch etwas schlechter, als beim da auch schon nicht besonders gut aussehenden 320er. Es spielt auch nicht ganz so geschlossen wie der Vorgänger. Auflösung ist bekanntlich nicht alles....

Digitrac 300SE = 3 > Der amerikanische Ortofon OM Lizenznachbau, kommt mit Licht und Schatten. Klanglich ist das eine solide Vorstellung. Homogen unauffällig feine Höhen, netter Tiefton. Die Räumlichkeit etwas eingeschränkt. Sowohl in Breite als auch Tiefenstaffelung. Man würde sich von der guten Nadel aber deutlich mehr versprechen. Das bekommt man auch wenn man diese Nadel nach abknipsen eines kleinen Plastikstegs im ein OM von Ortofon schiebt :

Digitrac 300SE Nadel am Ortofon OM/LM Generator = 2 > Hier ist es das beste aus zwei Welten. Die filigrane 300SE mit nackten Diamanten an dem guten OM Generator ! Das ist zusammen das beste OM/ULM/LM das ich kenne, da kommt auch kein OM40 mit. Resonanzen sind der Digitrac Nadel völlig fremd. Gute Raumabbildung, Ortbarkeit, sehr gute Feinauflösung ohne den musikalischen Faden zu verlieren. Guter sauberer Tiefbass. Sehr feiner Vortrag mit dezent zurückgenommenen Mitten. Wenn sie die OM Serie immer mit dieser Nadel bestückt hätten, es wäre gar nicht auszudenken gewesen....passt übrigens auch an die Dual ULM Generatoren und wertet diese entsprechend erheblich auf !

 

Dual DMS 200 = 4- > Erstaunlich gut auflösendes System was AT typisch sehr homogen klingt. Gute Feindynamik !


Dual DMS 242 = 2+ > Ein absoluter Geheimtip ist dieses eher unscheinbar daherkommende Dual System von AT. Genau wie das M20E von Ortofon auf die +4° von Wechslern optimiert, setzt es genau mit diesen VTA, zu ungeahnten Höhenflügen an sehr leichten bis ultraleichten Armen an (Revox B790, ick hör dir trapsen). Als erstes und das ist die absolute Parade Disziplin dieses Systems, ist der sehr tiefreichende und schon extrem sauber zu nennende Bass, zu hören. Auch entwickelt es eine geradezu spektakulär zu nennende Dynamik. So habe ich das noch bei keinen System ausser dem Grace F9E, wahr genommen. Der Mittel und Hochton ist ebenfalls sehr sauber, aber nicht übertrieben aufdröselnd. Das kommt dem schönen musikalischen Fluss des Systems zu gute. Das System spielt absolut ohne Bruch. Auch profitiert die Räumlichkeit von dem guten Tieftonbereich. Nicht unbedingt bei der Ortbarkeit auf den cm festnagelnd, aber doch die Grösse des Aufnahmeraums gut vermittelnd. Sänger werden nicht in den Hintergrund gedrängt, sondern stehen hier, wie auf der Bühne, vorn. Wichtig bei der Systemmontage ist der nicht normgerechte (Wechsler)VTA, der vordere kleine Teil der Nadel muss paralell zur Platte stehen, dann ist es korrekt montiert. AK =1,5p.

Dual DMS 240 = 2+ > Baugleich mit DMS242


Dual ULM 60 /mit Digitrac 300SE = 5+/3- > Nur Mittelklasse in fast allen Disziplinen. Nicht wirklich schlecht. Aber fehlende Auflösung im Mittelton wird mit etwas zu viel Hochtonglanz versucht zu kaschieren. Man hat ständig das Gefühl ein Kissen vor den Ohren zu haben aufgrund der wirklich miesen Mitteltonauflösung. Mit der Digitrac 300SE Nadel ist diese Präsenz- und Auflösungsschwäche wie weggeblasen. Einzig der Bass leidet prinzipbedingt unter dem viel zu leichten Armen des ULM Konzepts, selbst mit der 35µN/10Hz Nadel des Digitrac wird das nicht besser. Wer aber keine besonderen Ansprüche in Richtung Tiefbassfähigkeiten hat, findet damit ein preiswertes Upgrade seines ULM 60 Systems.

Elac 796 HSP Jubiläum = 2- > Unglaublich tief gehendes System mit sehr natürlichen Klang. Der Bass könnte dabei aber sauberer und klarer sein. Extrem fein auflösend ohne zu nerven. Auch kein Dynamikwunder. Ansonsten selbe Characteristik wie beim H40 !

Elac 796H40 = 2- > Der Unterschied zum Jubiläum ist in einer leichten Mittenanhebung zu finden die man aber nur bei ausgesuchten Instrumenten und fast nur im A-B Vergleich dazu heraushören kann. Ansonsten ein sehr detaliertes System. Aber wie das Jubilee extrem vom Umfeld abhängig. Sprich ein hervorragend resonanzarmer Arm und entsprechendes Schwingungs abbauendes Chassis. Kein schwerer Teller der Schwingungen speichert oder ein Arm der stark resonanzanfällig ist  Das wird nahezu komplett zurückgespiegelt und macht es dann zu einem regelrecht schlecht klingenden System !

Empire 1000LS = 5- > Billigableger der grossen 1000er. Kommt nicht mal mit einem Shure M75 mit. Starke Zischelneigung.

 

Empire 500ID = 2 > Sehr gute räumliche Wiedergabe, jenseits aller Peter Pritchard Systeme die beste ! Schöner musikalischer Fluss mit sehr hoher Auflösung, im Hochton schon fast einen Tick zuviel Pegel. Dabei sehr lebendig und homogen klingend. Der Bass ist recht sauber und tief reichend. Hervorragendes System für den Pop Freund.

Empire 1080LT = 3 > Unglaublich tiefe Bässe und dabei auch sehr konturiert. Ein System mit insgesamt guter Auflösung und schönen Höhen. Etwas Loudness behaftet. Gute Dynamik. Auch wieder was für den Popfreund.

Empire SLM444 = 3- > Recht dynamisches System mit sehr guter Auflösung. Im Tiefton auffällig sauber aber nicht besonders weit nach unten reichend . Die räumliche Auflösung in der Breite ist weit über dem Durchschnitt. In der Tiefe leider nicht auf dem Niveau des 500ID. Klingt insgesamt aber sehr homogen.

Grado Reference Platinum = 2+ > Wunderbare Stimmenwiedergabe, voller Musikalität mit schöner Auflösung und extrem guten Tiefbasseigenschaften. Nie nervig, auch mit sehr hohen Abhörlautsstärken völlig ohne Klirr ! Deshalb und gerade auch für Rockmusik entgegen allen anderen Berichten zu gebrauchen....Aber Obacht bei der Montage. Es ist extrem sénsibel auf Azimuth und VTA Genauikeit. Geodreick benutzen. Das System darf an der vorderen  Stirnseite nur bis zur senkrechten 90° oder besser, genau 86-88°, etwas nach vorn gekippt sein, sonst ist Asche ! Nur dann kann man auch exakt die 1,5p einstellen. Ansonsten muss man höhere AK's fahren damít das wieder stimmt. Das ist existentiell bei dem System. ich kenne auch kein anderes was so extrem reagiert. Dann wird aus einen sonst dumpfen grummeligen System ein fein auflösendes extrem dynamisches Tiefbass Feuerwerk....

Grado Prestige Black = 4+ > Ein typisches Grado, eher dunkel und sutbtil in der Auflösung. Ein System das sehr gnädig mit Knackser und Rillengeräuschen von alten Platten umgeht. Besitzt  aber eine vorzügliche Raumabbildung mit guter Basswiedergabe und ist die Einstiegsdroge in die Welt der Grados.

Goldring 2500 = 2 >Sehr hohe Feinauflösung, verliert dabei aber ein wenig die Musik aus den Augen. Auch recht gute räumliche Darstellung, aber nicht so in die Tiefe reichend wie die ADC's oder gar die Sonus. Der Bass ist abgrundtief und dazu extrem sauber, am richtigen Arm auch mit ungeheurem Druck aufspielend. Im Bass das beste was es neu zu kaufen gibt.

Goldring 1042 = 2 >Sehr hohe Feinauflösung, mit wunderschöner und dabei extrem hoher Auflösung, in der Stimmenwiedergabe. Zwei sich eigentlich widersprechende Eigenschaften, hier aber in Perfektion. Gute Raumabbildung geht da automatisch mit einher. Der Bass ist sicher nicht so gut wie beim 2500. Etwas weicher, dennoch mächtig und tief. Ein echtes Mimosensystem, wie die Elac's, unglaublich auf Umgebung reagierendes System.  Im falschen Dreher klingt es wirklich grottenschlecht. Es braucht im Gegensatz zur Lehrmeinung einen relativ leichten, gut bedämpften Arm mit 24° Geometrie.


Goldring 900-920 IGC = 1 > Ein System wie man sie nur sehr selten gebaut hat. Absolutes Spitzensystem ohne Fehl und Tadel. Gleichauf mit einem Sonus macht es in der Raumabbildung alles richtig. Brachialer Tiefbass mit höchster Präzision. Mittenauflösung alles von feinsten ohne jede Schärfe. Musikalischer Fluss, alles einfach perfekt ! Mit der auch erhältlichen Shibatanadel gewinnt das System auch die so selten auch bei anderen HiEnd Komponenten anzutreffende Gabe, den Raum zwischen den Instrumenten förmlich greifbar werden zu lassen. Aart van den Huls erste Auftragsarbeit ! Leider auch völlig verkannt in der Szene, warum auch immer, macht es Gebrauchte gerade zu zum wahren Super Schnäppchen !

Grace F9E = 1+ > Ein vergessener Rubin aus den 70ern. Das System mit der besten Dynamik und Klirrarmut im Bassbereich. Daher extrem saubere und tiefe Basswiedergabe, verbunden mit einer Attacke die ihresgleichen sucht. Excellente bis ins kleinste reichende Detailauflösung, ohne nerviges Geziesel. Wunderbarer Präsenzbereich, der/die Sänger/in steht bildhaft vor einem. Sehr breite und gestochen scharf aufgefächerte Bühne. Die extreme Tiefenstaffelung der Sonus wird nicht ganz erreicht. Dafür ist sie beim Grace schon nahezu "holografisch" genau. Gab es auch als "Ruby" Version von Soundsmith mit Rubin Cantilever. Arme ab 16gr. aufwärts bis ~20gr. Das "9L" geht auch schon wunderbar an zB. Dual-tonarmen.

Micro Acoustics QDC 1e mit 300E Nadel = 4- > Leider nicht so gut wie man von diesen speziellen Elektret System erwarten würde. Der elliptische Nadelschliff scheint sehr einfach zu sein. Am meisten fällt die mangelnde Mittelhochtonauflösung auf. Der Bass ist kräftig, aber auch nicht sonderlich tief oder sauber. Daraus resultiert eine mittelprächtige  Raumauflösung mit anständiger Dynamik ohne grossartige Bühne. Schade vom exotischen Kondensatorprinzip hat man sich deutlich mehr versprochen.
         

Micro Seiki VF 3200E  = 2 > Ein sehr ausgewogen klingendes System ohne Schwächen. Gute Raumwiedergabe mit feinen seidigen Höhen. Der Bass ist überdurchschitlich sauber und klar konturiert wenn auch nicht sonderlich tief. Dank sehr guter Mitteltonauflösung ohne Verfärbungen, auch  für die Wiedergabe schwieriger Streichinstrumente geeignet.

Nagaoka MP200 = 2- >Extrem neutral mit sehr hoher Auflösung und guten Tiefbasseigenschaften, fast schon langweilig Gut ! Alle Nagaoaka MPxx Modelle basieren übrigens auf dem ADC 10er Modellen aus den 60ern. Sie sind nicht nur äusserlich eine ziemlich gute Kopie des Originals von Peter Pritchard....

Nagaoka MP20 = 2- > Neutral mit hervorragender Dynamik und guten Tiefbasseigenschaften, spielt  lebendiger als der Nachfolger. Alle Nagaoaka MPxx Modelle basieren übrigens auf dem ADC 200er Modellen aus den 60ern. Sie sind nicht nur äusserlich eine ziemlich gute Kopie des Originals von Peter Pritchard....

Nagaoka MP05 = 3 > Das fehlende Bindeglied zwischen der OS und der MP Serie bei der jetzt der Magnet im Systemkörper integriert ist. Ein extrem hochwertiges Rundnadelsystem mit sehr filigranem Cantilever und sauber verklebten Diamanten. Wenn man es nicht besser wüsste würde man sofort auf ein feines elliptisches System tippen. Guter sauberer Tiefbass der auch weit runter reicht, schöne Höhen. Räumlichkeit ist sehr gut. Neben dem ADC K8 das etwas dynamischer und farbenfroher zu Werke geht, das einzige Rundnadelsystem im 3er Bereich.

Nagaoka OS300MP = 2 > Sehr Neutral, dynamisch mit sehr sauberen Bass und musikalischem Fluss. Sehr gute Raumabbildung. Sowohl in Tiefe als auch in der Bühnenbreite.

Nagaoka JT555 = 3+ > Sehr warmes System mit wunderschöner Musikalität, Stimmen werden traumhaft gut wiedergegeben, Sehr schöne Klangfarben. Klanglich daher sehr mit einem ADC XLM verwandt

Nagaoka JT511DJ =4 > Verblüffend hoch auflösendes Rundnadelsystem mit hervorragender Dynamik und feinen Höhen. Nicht sehr tief gehend.

Nagaoka MM11A = 4 > Ein sehr gehyptes System, das aber auch nur mit Wasser kocht. Es ist eines der wenigen wirklich guten Rundnadel Magnet Systeme an schweren Armen zwischen 25-35gr. Klanglich mit einem ordentlichen Bassfundament gesegnet, ist der Hochton leicht unterbelichtet. Es klingt relativ weich. Explosive Dynamik ist nicht sein Spezialgebiet. Mittelmässige Räumlichkeit und Auflösung.

Ortofon (Dual) M20E = 2 > Stark unterschätztes, hinter dem so gehypten V15/3 bei den ab Werk nur als Nr.2 geltenden, verbauten Dualsystemen. Leider völlig zu Unrecht. Das M20E ist ein echter Feingeist mit sehr hoher Auflösung. Mit echtem sauberen Tiefbass und hervorragender Dynamik. Ein System von dem man nach der ersten Platte schon richtig begeistert ist. Nie nervig aufdröselnd oder vordergründig um Effekte bemüht. mit echter "Monitor" Characteristik. Das hört man natürlich erst in richtig guten Ketten, die es von Dual zu seiner Zeit einfach nicht gab. Ein System das der Musik nichts hinzufügt oder weg lässt und sie im deshalb auch wunderschön "in Fluss" hält. Auch die Raumabbildung ist vorbildlich. Es ist im besten Sinne ohne jeden Sound, absolut neutral.

Ortofon Super OM40 = 4- > Das System hat eine ausgesprochene Höhenresonanz. Damit klingts es überbrillant, fast schon schrill. Das bekommt man leider auch mit Anpassung des Eingangs nicht richtig in den Griff. Wenn man es linear hat, egal ob durch Reduktion von R oder erhöhen von C, ist das beste weg am Klang. In den Mitten und Tiefen löst es recht gut auf, geht aber auch nicht besonders tief runter, bleibt aber recht sauber im Bass. Aber der Hochtonbereich wirkt immer aufgesetzt, dadurch wirkt das Klangbild sehr inhomogen und ohne jeden musikalischen Fluss. Mit Abstand das schlechteste, was man für den dafür zur Zeit aktuellen Strassenpreis (280€), kaufen kann.    

Ortofon M20FL Super = 3+ > Tolles System mit unglaublicher Bassgewalt. Schafft dabei auch den Spagat zu sehr guter Feinauflösung. Spielt etwas zu weich im Anschlag.

Ortofon F15 C = 3- > Klingt neutral mit guten Bass, alles recht sauber. Die Auflösung ist sicher nicht das Ende der Fahnenstange aber schon überdurchschnittlich. Dynamik ist gut. Im ganzen dürfte es noch etwas tiefer runter reichen. Das System hat wie Shure leicht überpräsente Mitten, da die Auflösung da aber auch überraschend hoch ist, nimmt man das nicht unangenehm, als eine Art Klanglupe wahr. Auch die vorzugsweise Musikrichtung ist damit vorgegeben. Wie die Shure kann es Rockmusik mit vorlauten E-Guitarren am besten. Aber auch Solostimmen kommen sehr gut. Man schaut quasi dem Sänger in den Hals bei der gebotenen Auflösung (Hauch und Schmelz). Auch die Dynamikeigenschaften sind herausragend und auch ein Argument für die bevorzugte Musikrichtung: laut und knallig  Also wer was für Pop und Rock sucht hat hier schon was gefunden....

Shure SC39ED = 2 > Ein echtes Studiosystem von Shure. Im Klang wie man es dort braucht, neutral mit extremer Präzision, absolut Klirrfrei, auch und gerade im Bassbereich. Auch ist hier keine Spur des berühmt/berüchtigten Shuresounds zu hören, also diesen etwas näselnden Mitten. In den Höhen etwas zurückhaltend aber nicht schwach. Nur soviel wie es gerade braucht das der Tonmeister 8 Stunden lang damit Lackmatrizen abhören kann, ohne das Ohr zu ermüden. Räumliche Darstellung und Abbildungsgenauigkeit ist sehr präzise, ohne jede Effekthascherei, sowohl in der Basisbreite, wie auch Tiefe.

Shure M91 ED = 2- > Ein altes Topsystem von Shure, basierend auf dem M75 Typ2 Body. Mit originalen Nadeln, Kennfarbe "Gelb" mit silberner Schrift oder die einzigartige sphärische, hier als ganzer Stein ausgeführt, Kennfarbe "Rot", sogar besser als ein V15III mi der VN35ED. Hervorragende Tiefbasswiedergabe, sehr genaue Raumabbildung, das spricht für einen sehr phasenstabilem Aufbau des Generators. Feine Hochtonauflösung ohne jede Schärfe. Achtung altes 15° System, Wertung gilt nur bei korrektem VTA !

Shure M95ED = 3 > Ein dem dem V15 sehr verwandtes System mit ähnlichem Klang. Etwas schlechtere Auflösung als das V15/3. Achtung altes 15° System, Wertung gilt nur bei korrektem VTA !

Shure M95G = 4+ > Schön auflösendes Rundnadelsystem mit guter Dynamik und feiner Musikalität. Achtung altes 15° System, Wertung gilt nur bei korrektem VTA !

Shure D105E = 2+ > Dieses speziell für Duals Jubiläumsmodell CS1249 gefertigte System ist im Prinzip ein kleines Shure V15TypV. Nur wird statt des MR Diamanten eine "normaler" ganzer Stein mit elliptischen Schliff benutzt. Das Bürstchen hat auch keine Feder, so das die AK nicht davon beeinflusst wird. Klanglich ist es das beste was es an speziellen Dual Klicksystemen zu kaufen gab. Die tolle Mittenauflösung der Shure in Kombination mit  feinen Höhen und auch erstaunlich guter Tiefendarstellung. Der Bass geht auch ausreichend tief, wie das einen Spanndrahtsystem halt möglich ist. Aber auch da jedem V15III überlegen, keine Frage.

Shure V15-3 mit JICO SAS = 2 >Feiner trockener Obertonbass, mit guter Auflösung, feinem Hochton und akzeptabler Raumabbildung. Die Jico SAS ist vergleichbar mit der originalen MR Nadel. Achtung, auch dieses Shure ist ein altes 15° System. Wenn man sich nicht dran hält, klingt die SAS schnell scharf und spielt mit Badewannencharacteristik auf.

Shure V15-3 mit VN35ED = 3+ >Kaum Tiefbass und auch nicht sonderlich präzise, mit recht ordentlicher Auflösung und gutem Hochton. Unbedingt beachten das es ein altes 15° System ist. Nur dann entwickelt es auch Dynamik und Spielfreude und hat nicht diese Präsenzüberhöhung, wie an 20° Armen.

Shure V15-4/SAS = 2/ 2 >Guter Allrounder mit ziemlichen Loudness Effekt und sehr guter Auflösung, oben rum schon  zuviel des guten.

Shure VST-V/SAS = 2/ 2 > Gute Auflösung  mit guten Tiefbasseigenschaften. Gute Dynamik. Räumlichkeit ist ganz ok., aber auch nichts besonderes.

Shure M44-7 = 4+ > Ein extrem dynamisches System, eine echte Rockröhre. Das System das den typischen leicht mittenlastigen (hier im postiven Sinne) "Shuresound" geprägt hat. Kein Feinmotoriker, aber eine echte Legende und nicht umsonst von den DJ's dieser Welt seit fast 50 Jahren geliebt. Sehr guter sauberer Obertonbass und auch recht gute Höhen für eine Rundnadel. Wichtig auch hier ist es den VTA steiler zu machen. Die 4° zusätzlich der Dual Wechsler sind ideal. Wenn man es absolut paralell zur Platte ausrichtet, klingt es ziemlich langweilig.

Shure M75-6/ED/SAS = 4/3+/1- > Das Shuresystem schlechthin ! Mit den original Nadeln (Rundnadel auch Cleorec) eines der besten Budgetsysteme die je gebaut wurden. Nicht umsonst wurden damit sämtliche Jugendzimmer und Discos in den 60er,70er mit beschallt.  War zu Lebzeiten auch nicht gerade billig in der Anschaffung. Wer es heute montiert sollte darauf achten das es, wie alle Shure dieses Alters ein 15° System ist. Läuft daher super an allen Wechslern mit 24° Geometrie. Dann spielt es mit viel Druck und Dynamik einen sehr trockenen Obertonbass mit guter Auflösung auch im Hochton, und zeigt warum es jahrelang Standardsystem in Discotheken war. Besitzt diesen faszinierenden Shure "Präsenz-Drive", diese fantastisch gute Mitteltonauflösung, in Verbindung mit extrem guter Dynamik. Mit der ED Variante fehlt nicht mehr viel zur absoluten Topliga. Endlich habe ich mir für dieses System eine Jico SAS geholt und wurde nicht enttäuscht, damit mit Abstand das beste Shure aller Zeiten !



Shure M44-E = 3+ Setzt dem M44-7 das Sahnehäubchen auf ! Allerdings etwas zu Lasten des schönen röhrenden E-Gitarrengewitters
        Aber mit der eventuell etwas vermissten besseren Feinauflösung. Wichtig ist es den VTA steiler zu machen. Die 4° zusätzlich der Dual Wechsler sind ideal. Wenn man es absolut paralell zur Platte ausrichtet, klingt es total langweilig.


Sumiko Black Pearl = 4+ > Warm klingendes Rundnadel Systen mit zwar tief runter reichendem aber nicht sonderlich klaren Tiefbass. Recht gute Räumlichkeit, gute Stimmenwiedergabe mit feinen glänzenden Hochton. Etwas für einen langen Winterabend am Kamin, wird nie nervig auch nach stundenlangen lauten Hörsitzungen hat man ausgeruhte Ohren. Wird erst bei der 3.Platte so richtig symphatisch. Ein klein wenig ähnelt es dem Grado Reference...

Sumiko Oyster = 4+ > Ein audiophiles Highlight für unter 50€. Wo gibts das schon ? Wunderschön musikalisches System mit echten Tiefbass, nicht besonders sauber aber wer bemerkt das schon.... Dazu ein glänzender Hochton der sich gegen den Tiefbass wie helle Sterne am Nachthimmel absetzt. Auch hat es eine tolle Räumlichkeit. Und das schon seit fast 50 jahren, so alt ist es schon, auch verkauft in den 60ern als Nuway 88 ! Also Obacht, vielleicht hängt an der nächsten Dreherleiche solch eine Perle...

Sonus Blue Label = 1 > Es gehört zu der Handvoll, der besten jemals gebauten MM's. Extrem hohe Auflösung gepaart mit wunderbarer Musikalität und Dynamik. Dabei abgrundtiefer, markerschütternd sauberer Bass. Die Räumlichkeit ist unglaublich realitisch sowohl in Tiefe als auch in der Bühnenbreite. Hier stimmt einfach alles. Der Konstrukteur Peter Pritchard hat hier durch aufsetzen des Diamanten direkt auf die Spitze des konischen Cantilever einen extrem kurzen signalweg geschaffen. Schliff ist ein modifizierter Shibata, der im Rillengrund aber breiter ausläuft. Extrem hohe Nachgiebigkeit erfordert leichte Arme. Auch muss man den VTA des Systems penibel einstellen. Das liegt aber schlicht an der Konstruktion mit der Prämisse den kürzest möglichen Weg von Nadelpunkt und Armatur zu wählen. Der "technische" VTA des Systems ist ~37° !

Sonus Dimension 5 / Super Blue 1.1 = 1+ > Es ist das beste jemals gebaute MM. Das Nachfolgesystem des Blue Label. Es ist das Vermächtnis, sozusagen der "heilige Gral" von Peter Pritchard. Der Cantilever ist hier noch kürzer und steiler. Material ist das sehr leichte Boron. Die Cantilever Konstruktion Sonus "Lambda" setzt direkt in das Ende des konischen Boronrohres einen Pathemax geschliffenen Diamanten.Das ganze System ähnelt damit extrem dem Schneidstichel mit dem die Platten geschnitten werden. Im Vergleich mit dem aus Aluminium gefertigten Lambda Cantilever des Blue Label gibt es damit noch einen Hauch mehr Souveränität in der Wiedergabe. Der Bass legt  nochmals zu in Präzision und Tiefgang. Es ist bis auf den heutigen Tag mit einem Grace F9E das Maß der Dinge bei der Schallplattenwiedergabe.....

Sonus Gold Blue = 1- > Nicht der direkte Nachfolger des Blue Label, das ja durch das Dimension 5 ersetzt wurde, in der neuen Systemhierarchie nur an zweiter Stelle, mit einem etwas einfacheren Cantilever und "normal" angesetzten Diamanten. Klanglich aber sehr dicht am Topmodell. Schliff ist ein modifizierter LineContact. Wer das System NOS erworben hat, sollte beachten das die originale Nachgiebigkeit, auf etwa die Hälfte im Laufe der Jahre gesunken ist. Das heisst man man muss die AK entsprechend am Anfang auch verdoppeln, heisst die jetzt benötigte AK liegt zwischen minimum 1,5p bis maximal 2,5 p ! Bei einer realen Nachgiebigkeit von 25-30µN/100Hz. Nach ca.50h "Weichspielzeit" kann man wieder mit den ursprünglichen Werten rechnen. Dann spielt es optimal an leichten bis sehr leichten Armen.

Sonus Silver P = 2+ > Ein speziell für schwerere Arme konstruiertes Sonus mit nur 30µN. Klangtechnisch spielt es zu den anderen aus der Sonusfamilie etwas präsenter. Der "Pathemax" genannte Schliff ist mit dem Shibata eng verwandt. Mit dem System lassen sich wie mit allen anderen Spitzen Sonus auch CD4 Platten abtasten.

Sonus Silver E = 2 > Ein speziell für schwerere Arme konstruiertes Sonus mit nur 30µN und elliptischen Schliff. Sehr gute Räumlichkeit. Die Mitten etwas zurückhaltend. Auflösung durch den einfacheren Schliff auch etwas schlechter als beim "P" Schwestersystem. Guter und sauberer Bass.

         

         

         

        Zum Vergleich mal hier ein paar bekannte MC Systeme :

AT 30E = 3- >Das MC mit dem besten Bass, leider etwas auf Kosten der Sauberkeit. Leicht zurückgenommene Mitten sorgen für ein wenig Loudnesseffekt. Die Höhen sind sehr fein auflösend. Der Mittelton fällt dagegen etwas ab, die Auflösung könnte besser sein. Schöner musikalischer Fluss. Auch ist die Raumdarstellung ganz ordentlich, aber nicht auf dem Niveau des MC11. Es braucht leichte Arme. An mittelschweren klingt es schon zu Basslastig. Allerdings fehlt auch hier die unterste Oktave. Die Nadel ist auswechselbar !

Denon DL103 = 4+ >Sehr homogen aufspielendes System mit guten aber nicht allzu präzisen Tiefbass. Stimmen sind seine natürliche Begabung. Das System glänzt durch äusserst geringen Klirr, wie es sich für ein ehemaliges Rundfunksystem gehört. Die Höhen sind fein und unaufdringlich, gut für stundenlanges Hören. Räumlichkeit ist leider meilenweit entfernt von den Top MI/MM Systemen aber im Gegensatz zum Yamaha MC9, wenigstens ansatzweise erkennbar.

Yamaha MC 9 = 3  > Ein musikalisches, sehr homogen klingendes System mit hervorragender Detailauflösung. Grösstes Manko aber auch hier die Raumabbildung, es bleibt regelrecht zwei-dimensional. Die Darstellung in der Breite ist aber äusserst genau. Der Bass an entsprechend schweren Armen (>14gr)  ist sehr gut und auch präzise. Allerdings auch kein Dynamikwunder.

Yamaha MC 11 = 2+  > Eines der ganz wenigen MC Systeme die auch Raum und Tiefe wiedergeben können. Kurioserweise unterhalb des MC9 angesiedelt, spielt es weitaus homogener und musikalischer auf. Die Detailauflösung ist genau so gut und auch die Ortungschärfe ist sehr präzise und hier auch endlich mal in die Tiefe reichend. Erinnert mich klanglich ein wenig an ein Grace F9. Anscheinend zeigt hier die einzigartige Kreuzspulenlagerung mit fixer Befestigung, was man an Präzision aus einen MC holen kann, wenn er eben nicht in Gummi oder Schaumstoff lagert. Dazu der verdrillte 7fache Spanndraht mit je 30µm Durchmesser. Es klingt sehr dynamisch und agil mit auch schon richtig guten und vor allem trockenen Tiefbass. Für mich das beste MC-System was mir bisher so untergekommen ist. An mittelschweren Armen um die 14-15gr.